Programm / Ausstellung / Connection

16. 5. - 30. 11.

Internationalen Ausstellung im Konzept des Curatorial Studies Institute.

 


Die Ausstellung Connections dreht sich um das Verbinden. Verbunden werden die Zugreisenden mit der Kunst, mit Städten, Ländern und anderen Menschen. Wir verwandeln den Zug nach und nach in eine Galerie. Wir haben bildende KünstlerInnen eingeladen, Werke zu schaffen, die uns von der Alltäglichkeit und der Routine des Reisens ablenken. Mit Ihnen wollen wir über das Reisen reden, über die Arbeit, zu der Sie unterwegs sind, über die Migration, über Themen, die uns in der Vergangenheit verbunden haben, und über die gemeinsame Zukunft. Wir laden Sie ein, sich an dem Gedankenspiel zu beteiligen und kritisch darüber nachzudenken, wer wir sind und wohin wir unterwegs sind.

 

künstler:

Dano Dida, Alena Foustková, Oto Hudec, Deana Kolenčíková, Daniela Krajčová, Kundy Crew, Otis Laubert, Stano Masár, migrantas.org, David Reitšpís, Magda Stanová, Ivana Šáteková, Tomáš Vaněk

 

curator : Juraj Čarný

production: Dano Dida

opening + party production: Martina Ivičič

graphic design: Stano Masár

PR: Mirka Ábelová


mehr über Kunstwerke

Beim Betreten des Zugs bemerken Sie Fotos von Klingeln an Wohnhäusern in Wien und Bratislava. Alena Foustková beschäftigt sich seit langem mit der Migrations – und Flüchtlingsproblematik. In ihrem aktuellen Projekt stellt sie die Frage, wen man sich (nicht) als Nachbarn wünschen würde.

Tomáš Vaněk hat mehrere (versprühte) Sicherheitskameras im Zug platziert, die für eine erhöhte Sicherheit der Reisenden und der Ausstellung Sorge tragen. Außerdem hat er den Waggon um einige Steckdosen „ergänzt“.

Otis Laubert hat einen fiktiven Speisewagen kreiert, der Ihre Reise versüßen wird. Für die Vernissage und noch mehrmals in diesem Jahr wird er auch einen Schlafwaggon im Kunst-Zug TRAM anbieten.

Stano Masár zeigt eine Serie goldener Piktogramme. Im Zug sind die 10 teuersten Kunstwerke der Geschichte
zu sehen (z.B. von Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Paul Cézanne, Gustav Klimt). Auf den Sitzen finden Sie sein poetisches Reservierungssystem für Reisen durch die Zeit, Träume und Ideen. Die Reservierungs- folder enthalten Fahrkarten, mit denen er Sie auf einen poetischen Spaziergang aus Wien oder Bratislava über den Bahnhof „Poesie“ bis zum Bahnhof „Wolke“ einlädt, von der „Stille“ bis zu den „Träumen“, von der „Media- tion“ bis zum „Glück“, aber auch vom „Hoax“ zur „Diktatur“.

In den Reservierungsfoldern finden Sie auch Aufkleber der Aktivistengruppe Kundy Crew mit dem Motiv „Ich bin kein Rassist, aber…“. Die Fahrkarten und Aufkleber können Sie als Souvenir behalten.

Die argentinisch-deutsche Gruppe migrantas.org präsentiert eine Serie gelber Piktogramme, die sensibel die Migrations – und Flüchtlingsproblematik reflektieren. Eines der Piktogramme ist auch als Postkarte gestaltet, die Sie mitnehmen können.

Die Sozialarchitektin Daniela Krajčová konzentriert sich auf die Pflegerinnen, die regelmäßig zur Arbeit nach Österreich fahren. Textfragmente aus Gesprächen verbindet sie mit fiktiven Porträts und Zeichnungen von Wiener Sehenswürdigkeiten, die sie mit den Gegenständen kombiniert, welche die Pflegerinnen bei ihrer verdienstvollen Arbeit benötigen.

Oto Hudec hat für sein Sozialprojekt eine Kindergruppe aus der bekannten Plattenbau-Siedlung Luník IX in Košice zu einem faszinierenden dreitägigen Ausflug nach Wien eingeladen, dessen Ergebnis ein Reiseführer sein wird, den die Kinder selbst gestalten.

Ivana Šáteková hat einen Stempel im Zug platziert. Wer ihn findet, kann selbst eine ihrer Originalgraphiken erzeugen, mit denen sie die slowakische Folklore kritisch kommentiert.

Die partizipative Installation von Dano Dida lädt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der zentraleuro- päischen Region ein – man kann Österreich-Ungarn und die Tschechoslowakei teilen und neu zusammensetzen.

Magda Stanová kommentiert mit ihren Zeichnungen auf den Tischchen der Waggons ihre ungewöhnlichen Reiseerlebnisse. Sie führt uns nach Venedig, Zürich, Lugano, auf die Burg Devín (Theben) und nach New York.

Deana Kolenčíková zeigt ein Projekt, das ursprünglich für den Wettbewerb Train Cover Project des Kunst- Zugs TRAM bestimmt war. Sie belegte im Wettbewerb den zweiten Platz hinter der polnischen Künstlerin Marta Kopyt. Die Installation „Deutsch-slowakisches Wörterbuch“ ist an den verschiedensten Stellen im Zug versteckt.

David Reitšpís hat eine Serie von Piktogrammen für die Haltestellen der ursprünglichen Pressburger Bahn entworfen, die ab 1914 Wien und Bratislava verband und als Inspiration für das Projekt TRAM diente.